Oldtimergruppe

Wer sind wir und was machen wir?

Wir, die Oldtimer Gruppe, bestehen aus acht Kameraden der Einsatzabteilung Stadtmitte (Stand 2017).
Diese 8 Kameraden beschäftigen sich mit allem, was bei den Oldtimern so anfällt.
Es werden Ausfahrten zu Oldtimertreffen gemacht und für Hochzeiten von Feuerwehrkameraden stehen die Oldtimer ebenfalls als Highlight zur Verfügung.
Einen großen Teil unserer Tätigkeit macht die Instandhaltung der Fahrzeuge aus.
Unter der Leitung von Mirko Schrade trifft man sich regelmäßig an Sommertagen, um an den Fahrzeugen notwendige Reparaturen durchzuführen und sie zu pflegen.
Damit die Fahrzeuge regelmäßig bewegt werden und somit Defekte von Bauteilen durch längeres Stillstehen vermieden werden, werden die Oldtimer bei Sonntagsausfahrten bewegt.

Florian Tübingen 1/33 Oldtimer

Fahrzeugtyp: Drehleiter 30 (DL 30 h)
Baujahr: 1964
Außerdienststellung: 1997
Fahrgestell: Magirus F Mercur 150
Aufbau: Magirus Ulm
Motorleistung: 110 kW (150PS)
Hubraum: 9500 cm3
Zulässiges Gesamtgewicht: 10400 kg

Verwendung/ Einsatzzweck. Die DL 30h ist mit einer Besatzung von 1/4 ausgerückt. Die Drehleiter wurde speziell für die Stadt Tübingen entworfen und gebaut! Nicht nur ihre Baugröße ist einzigartig, sondern auch, dass sie einen extra angefertigten Schlitten besitzt, der liegende Personen (Kliniken) über den Leiterparkt befördert! Dieser Schlitten funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip: Er wurde nur direkt auf die Außenkanten der Leiter aufgelegt und mit jeweils zwei Seilen als Führung oben und unten befestigt. So konnte man liegende Personen aus höheren Stockwerken direkt nach unten fahren, ohne den Leiterpark zu bewegen (Aufzugsprinzip). Außerdem war ein Ausrüsten der Mannschaft mit Atemschutzgeräten auch direkt im Mannschaftsraum möglich.

Beladung & Geräte. Die Beladung von Drehleitern war früher nicht so umfangreich wie heutzutage. Mitgeführt wurden:

  • ein Sprungtuch (16 Mann zur Handhabung erforderlich)
  • zwei Atemluftgeräte
  • eine Schlauchhaspel am Heck des Fahrzeugs
  • Geräte zur Wasserentnahme
  • Fahrzeug Absicherung
  • Kleinstwerkzeuge
  • ein 30-Meter-Schlauch

 

Florian Tübingen 1/45 Oldtimer

Fahrzeugtyp: Löschgruppenfahrzeug 16 TS (LF 16 TS)
Baujahr: 1963
Außerdienststellung: 1992
Fahrgestell: Magirus F Mercur 150
Aufbau: Magirus (Ulm)
Motorleistung: 110 kW (150PS) V6 luftgekühlt
Hubraum: 9500 cm3
Zulässiges Gesamtgewicht:  kg


Verwendung/ Einsatzzweck. Das Löschgruppenfahrzeug 16 TS dient in erster Linie für Einsätze, bei denen viel Wasser gefördert werden muss. Seine Vorteile kommen beim Fördern über lange Strecken voll zum Tragen. Hierfür ist es mit jeder Menge Schlauchmaterial und zwei Feuerlöschkreiselpumpen ausgestattet. Eine ist fest im Fahrzeug verbaut, die Andere kann entnommen und zum Verwendungsort getragen werden. Außerdem wurde bereits damals das Fahrzeug mit Allrad und einem Geländegang ausgestattet.


Beladung & Geräte. Die Beladung des LF 16 TS entspricht der Norm von 1963. An der Front befindet sich eine Feuerlöschkreiselpumpe von Klöckner-Humboldt-Deutz A.G. Sie fördert 1600l /min bei einer Drehzahl von 3800U/min. Im hintersten Fach ist normalerweise eine Tragkraftspritze, die sich momentan nicht im Fahrzeug befindet. Außerdem befanden sich 240 Meter B-Schlauch- und 120 Meter C-Schlauchmaterial im Fahrzeug. Da das Fahrzeug für die Wasserförderung über lange Wegstrecken konzipiert war, sah es mit anderem Gerät eher mau aus. Nur noch Pressluftatmer; ein Erste-Hilfe-Kasten; Steckleiter und Absicherungsmaterial an Bord.

Florian Tübingen SLG 15 Oldtimer

Fahrzeugtyp: Schweres Löschgruppenfahrzeug (SLG 15) Feuerlöschpolizei
Baujahr: 1941
Außerdienststellung: 1963
Fahrgestell: Magirus
Aufbau: Magirus (Ulm)
Motorleistung: 58 kW (80PS)
Hubraum: 4942cm3


Verwendung/ Einsatzzweck / kurze Erläuterung. Mit dem am 23. November 1938 erlassenen „Gesetz über das Feuerlöschwesen“ (Reichsfeuerlöschgesetz und der Durchführungsverordnung des Reichsministers des Innern vom 24. Oktober 1939) wurde den Ländern die Kompetenz für das Feuerwehrwesen entzogen. Zwar mussten die Kommunen (Städte und Gemeinden) weiterhin alle Kosten für Personal, Gerät, Unterkunft, usw. tragen, die Dienstaufsicht ging jedoch auf das Reich über. Die Feuerwehren unterstanden als Teil der Ordnungspolizei. Das sieht man auch am Gruppenführer: er war der einzige im Fahrzeug der mit einer Dienstwaffe und hatte auch die Funktion eines Polizisten.

Die Tübinger Feuerlöschpolizei wurde bis nach Stuttgart zu Einsätzen gerufen. Das heißt, sie hatten eine lange Anfahrtszeit. Damals war es auch noch für die Atemschutzgeräteträger schwieriger sich auszurüsten da man sich während der Fahrt im Stehen ausrüsten musste. Dies sorge natürlich auch für ein erhöhtes Unfallrisiko. Die Sitzordnung war wie heute unverändert. Das Fahrzeug selbst hatte einen Löschtank von 500 Litern.


Beladung & Geräte. Die Beladung des SLG 15 entsprach der damaligen Norm.Auf dem Dach befinden sich eine Schiebleiter aus Holz. Im Mannschaftsraum befindet sich unter den Sitzbänken diverses Werkzeug, Absperrmaterial und die Atemluftflaschen für die Atemschutzgeräteträger. Ein großes Schaumrohr sowie diverse Schlauchmaterialien gehörten zur Beladung. Des Weiteren befand sich eines der ersten Sauerstoffgeräte zur damaligen Zeit in einem der Geräteräume. Unter anderem Verlastet sind:

  • Diverse C- und B-Schläuche
  • Masken (Kohlefilter)  
  • Erste-Hilfe-Kasten
  • Petroleumlampen
  • Sprungtuch (16 Mann für die Handhabung erforderlich)

Aufgrund der Verwendung während des zweiten Weltkrieges, wurde das Auto auch mit einem Suchscheinwerfer sowie einen „Spur“ Scheinwerfer ausgestattet. Dieser „Spur“ Scheinwerfer befand sich auf der Fahrerseite und sollte nur einen kleinen Teil der Fahrbahn ausleuchten, so dass das Fahrzeug von Flugzeugen aus nicht gesehen werden kann.

Ansprechpartner

Oldtimergruppe
Mirko Schrade
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