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 Einsatzbericht vom 28. Juni 2021, 20:02 Uhr

H1 Schwere Unwetter fordern überregionalen Einsatz

Beteiligte Abteilungen:
T1Abteilung 1: Stadtmitte
T2Abteilung 2: Lustnau
T3Abteilung 3: Derendingen
T5Abteilung 5: Bühl
T6Abteilung 6: Hagelloch
T7Abteilung 7: Hirschau
T8Abteilung 8: Kilchberg
T9Abteilung 9: Pfrondorf
Einsatzort: Tü-Stadt

In zeitlicher Nähe zueinander hatte die Feuerwehr Tübingen am Mittwoch den 23.06. und Montag den 28.06. zwei Unwetterlagen zu bewältigen.

Am Mittwoch den 23.06. gab es sehr starke Niederschläge, teils in Form von Hagel. Die Kanalisation konnte die Wassermengen nicht in ausreichend kurzer Zeit bewältigen, sodass Straßen überschwemmt und Tiefgaragen, Keller etc. geflutet wurden. Teilweise drückten die in die Kanalisation einströmenden Wassermengen in der Kanalisation befindliches Wasser in Gebäuden wieder zurück, sodass es auch zu Überschwemmungen in Gebäuden von innen kam.
Zunächst wurde die diensthabende Kleinschleife alarmiert, kurz darauf wurde um Zugalarm und Führungsgruppe erhöht und schließlich Vollalarm für die Einsatzabteilung Stadtmitte gegeben, da absehbar war, dass zur Bewältigung der Lage im Stadtgebiet viel Personal nötig sein wird. Zur Funkabwicklung der Einsatzstellen wurde der Einsatzleitwagen 1 (Tü 1/11) auf dem Hof des Feuerwehrhauses in Betrieb genommen. Im Stabsraum des Feuerwehrhauses wurde der Stab aktiv, und zur Koordination der Einsatzkräfte und Abwicklung der Einsätze der Einsatzabteilung Stadtmitte wurde im Feuerwehrhaus durch ehrenamtliche Führungskräfte ein Management eingerichtet, dass die von der Leitstelle eröffneten Einsätze den verfügbaren Fahrzeugen zugewiesen hat.
Der für Einsatzlagen dieser Art konzeptionierte und beschaffte Abrollbehälter Hochwasser (AB-Hochwasser) wurde von der Einsatzabteilung Derendingen mit einem Wechsellader (Tü 3/65) zum Feuerwehrhaus Stadtmitte gebracht. Die auf Rollcontainern bereits zusammengefassten Komponenten wurden vor dort aus an die Einsatzstellen verteilt. Zudem wurde einer der Abrollbehälter Sandsack ebenfalls auf dem Hof des Feuerwehrhauses bereitgestellt.
Die Einsatzabteilung Stadtmitte hat aber nicht nur mit den anderen Einsatzabteilungen der Feuerwehr Tübingen und umliegenden Feuerwehren die Einsatzstellen in der Stadt abgearbeitet, sondern auch eine Bereitschaft für parallel auftretende Einsätze eingerichtet. So blieb ein Löschzug alarmbereit im Haus. Der Gerätewagen Logistik 1 (Tü 12/73-1) versorgte die Einsatzstellen mit Material, z. B. aus dem Ab-Hochwasser, das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (Tü 1/46) wurde, zusätzlich zu den unwetterbedingten Einsatzstellen, eilig an das Uniklinikum gerufen, um bei einer durch eintretendes Wasser nötig gewordenen Evakuierung mitzuhelfen.

Insgesamt wurden dutzende Einsatzstellen abgearbeitet, die Kräfte waren bis in die Nacht im Einsatz.

 

Am Montag den 28.06. kam es ebenfalls zu Unwettereinsätzen, diesmal ohne Hagel, sondern starkregenbedingt. Insgesamt waren die Einsatzzahlen für die Einsatzabteilung Stadtmitte aber geringer als am Mittwoch zuvor. Es kam allerdings zu einem genauso ungewöhnlichen wie dramatischen Einsatz im Dußlinger B27-Tunnel. Dort waren sowohl Fahrzeuginsassen, als auch Feuerwehrkameraden, die die Insassen retten wollten und durch immer mehr eindringendes Wasser eingeschlossen waren, auf Hilfe angewiesen. Daraufhin wurde durch die Leitstelle ein Wasserrettungseinsatz ausgelöst, für den der Wasserrettungszug mit den Feuerwehreinsatztauchern der Feuerwehren Tübingen und Reutlingen, sowie Einheiten der DLRG alarmiert wurden. Mit Booten konnten die eingeschlossenen Personen gerettet werden.

© 2021 Feuerwehr Tübingen Freiwillige Einsatzabteilung Stadtmitte
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